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2-Tagestour auf der Lahn vom 28. bis 30.08.2009

Bilder
Vom 28. bis 30.August 2009 war mal wieder eine Mehrtageskanutour mit dem KC-Hilden angesagt. Dieses mal ging es an die Lahn.
„Wo geht es hin? Zur Lahm?“, frage ich. „Nein zur Lahn“, höre ich als Antwort. Um es vorweg zu nehmen: Viel Unterschied war da nicht. Jedenfalls was die Fließgeschwindigkeit der Lahn(vielleicht doch Lahm?) zu bieten hatte. Aber ich will nicht meckern, denn auf der Lahn zu paddeln ist beschaulich, ruhig, entspannend, und hat mit seiner wunderbaren Umgebung auch seinen Reiz.....--->

Mit einer Truppe von 10,5 Personen, plus Hund Leika war unser Ziel der Campingplatz ´Oranienstein´ bei Diez. Schon am Freitag Nachmittag zogen wir den Hänger mit den Booten zur Lahn, d.h. die Anfahrt wurde mit Privatfahrzeugen und Vereinsbus durchgeführt. Dort angekommen machten wir es uns dann nach dem Zeltaufbau in der Campingplatz-Kneipe zu einem abendlichen Beisammensein mit Bratwurst in allen Varianten gemütlich; Bratwurst mit Curry-Soße, kleingeschnitten, oder im Ganzen, als Zigeunerwurst, oder mit Senf, und sogar noch mit Bratkartoffeln. Ich gebe zu, es gab auch noch anderes, aber in der Auswahl auch nicht besser. Und als Zugabe wurde uns der Abendempfang mit einem prima Feuerwerk über dem Barockschloss Oranienstein, das direkt oberhalb des Campingplatzes liegt, aufgepeppt.

Nicht Jede(r) war am nächsten Morgen gut ausgeschlafen. Denn auch wenn unsere Zelte sehr beschaulich direkt am Lahnufer standen, mit der gegenüberliegenden Straße aber nicht ganz so ruhig wie gewünscht. Das Frühstück ließ dann doch noch alle verfügbaren Lebensgeister erwachen und den Tatendrang für das Paddeln aufleben. Für Heute hatten wir uns die Strecke von Villmar bis zum Campingplatz vorgenommen. Der Einstieg in Villmar war schnell gefunden, und los ging es am Wehr bei Kilometerstand 62,5. Gegenüber dem Einstieg war dann auch gleich die Einfahrt zur Schleuse inkl. Selbstbedienung. Angela war bereit, tatkräftig die Kurbeln zu drehen damit alle Anderen gemütlich geschleust werden konnten. Sie stieg aus dem Familien-Boot aus, ging entschlossen zum Schleusentor, runzelte die Stirn und fragte sich und uns „Wie geht denn das?“. Schon war ich hilfsbereit zur Stelle, nachdem mein Boot von Karsten in Schlepp genommen wurde. Zu zweit geht das schleusen sowieso schneller. Wenn man nicht vergisst die oberen Schleusenklappen zu schließen, bevor die unteren geöffnet werden. Ich will Ehrlich sein: wir haben uns blamiert. Trotzdem klappte alles doch noch ganz gut, und wir konnten unsere 20km-Paddeltour mit einer Pause in Dietkirchen antreten.
Ein schönes Bild gab das Familienboot Wallenzus ab: Angela, Theo, Tochter Johanna und mit Spürnase voraus Hund Leika.
Mit mäßiger Strömung ging es an Runkel mit seiner Burg aus der Zeit vor 1159 vorbei. Weiter vorbei an der Burg Dehrn, der Lubentiusbasilika in Dietkirchen, unter der ein schöner Pausenplatz zum Rasten einlädt. Danach noch Limburg und sonstige Schlösser und Burgen die in dieser Gegend reichlich vorhanden sind.
Bis zum Campingplatz gab es noch zwei Schleusen, bei denen es Schleusenpersonal gibt, die uns die Arbeit des Schleusens per Knopfdruck abnahm. Gut gelaunt kamen wir Nachmittags am Campingplatz an. Der Bus mit Hänger wurde zurück geholt, etwas zum Grillen eingekauft, die Grillöfen angeworfen und ein gemütlicher Abend unter freiem Himmel konnte beginnen.

Nach einer ruhigeren, aber recht kühlen Nacht wurden nach dem Frühstück und dem Zeltabbau die Boote gleich wieder auf das Wasser gebracht, um nochmals 20km die Lahn abwärts zu paddeln. Unser Ziel war bei km 102 in Laurenburg gesteckt. Leider war die Truppe Heute etwas reduziert. Die Fam. Wallenzus und Anja wollten nicht paddeln. Für uns war dies auch wiederum positiv, denn das Nachholen der Fahrzeuge gestaltete sich somit etwas leichter. Anja hat uns mit dem Auto begleitet und die Fahrer wieder zum Campingplatz zurück gebracht.
Genau so, wie am Samstag sollten Heute drei Schleusen mit Bedienungspersonal (welch ein Luxus) durchfahren werden. Aber nicht immer ist dieses Schleusenpersonal positiv auf flegelhafte Kanuten zu sprechen. Einer dieser Schleusenkomiker hatte, nachdem wir doch tatsächlich die Warteposition vor der Schleuse hoch motiviert überschritten hatten, uns recht pingelig bis hinter diese Warteposition zurück paddeln lassen. Unserem meckern gegen diese Befehlsgewalt folgte sogleich die Antwort: um seine Machtposition auszukosten wurden uns noch ein paar Strafminuten Wartezeit auferlegt bis uns die Schleusentore ganz geöffnet wurden, die schon halb offen standen. Also legt Euch nie mit einem Schleusenwärter an, dies könnte im Extremfall vielleicht ein Umtragen der Boote bedeuten.
In einer der Schleusen wurden die beruflichen Naturambitionen von Wolfgang ganz offensichtlich. Eine Taube saß in der Falle, lag im Wasser, war unterkühlt, zitterte und hechelte nach Luft(jeder weiß: eine Taube ist kein Wasservogel und erst recht kein Fisch). Und Wolfgang nahm sich ihrer an um sie etwas später am Ufer in der Sonne abzusetzen, in der Hoffnung, dass sie die Strapazen übersteht. Und noch einmal war Wolfgang gefragt. Bei der Pause in Balduinstein wollten es zwei Interessierte genau wissen und fragten ihn „Sind sie der Direktor vom Aquazoo mit dem Otter?“. Na ja, leugnen wäre wohl Fehl am Platz. Und so hat er dann Erklärungen abgegeben, dass Otter „Nemo“ bei seine Frau zu Hause geblieben ist.
Auf der gesamten Strecke die wir Heute durchfuhren fließt die Lahn so gut wie nicht. Das heißt, jeder Kilometer muss gepaddelt werden. Und 20 Kilometer sind dann kein Zuckerschlecken. Aber alle hatten genug Kondition, und somit schafften auch alle den Paddelweg nach Laurenburg.
Nachdem dann unsere Fahrzeuge nachgeholte wurden ging es, nach diesem schönen Wochenende, zurück nach Hause.

D.Krakat

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